Heuschnupfen

Heuschnupfen und Pollenallergie

Sobald es wärmer wird und die Sonne scheint, möchte jeder auf dem Balkon oder der Terrasse ein wenig Sonne tanken. Aber gerade jetzt in der Frühlingszeit, wenn viele Bäume und Gräser blühen, ist das für viele von uns kein verlockender Gedanke. Wenn du zu denjenigen gehörst, die an Heuschnupfen oder Pollenallergie leiden, wirst du den Kontakt mit der frischen Luft vermeiden. Denn kaum bist du draussen, fängt die Nase an zu laufen, die Augen jucken, der Rachen kratzt und du musst ständig niesen.

Wie entsteht eigentlich Heuschnupfen?

Niemand kommt schon mit Heuschnupfen auf die Welt. Heuschnupfen erwirbt man sich im Laufe seines Lebens, meist schon in der Kinder- oder Jugendzeit.
Aus ayurvedischer Sicht ist der Heuschnupfen vor allem eine Störung des Kapha-Doshas. Aber das alleine würde noch nicht zu einem so ausgeprägten Symptom wie dem Heuschnupfen führen. Zusätzlich zum Kapha-Dosha ist auch noch das Vata-Dosha und/oder das Pitta-Dosha im Ungleichgewicht! Das ganze komplexe Ungleichgewicht steigert sich zu einer Überreaktion im Immunsystem. Das Immunsystem fängt an mit Kanonenkugeln auf Spatzen zu schiessen.
Im Ayurveda weiss man, dass zu all dem auch noch ein schwaches Agni gesellt und auch noch eine erhöhte Ansammlung von Ama. Wenn Agni, das Verdauungsfeuer schwach ist, dann kann es die angebotene Nahrung nicht vollständig verstoffwechseln. Und was bleibt übrig? Ama, die Stoffwechselrückstände, die den Körper verunreinigen.

Bei einer erfolgreichen Behandlung von Heuschnupfen mit Ayurveda wird also an vielen Punkten angesetzt, die sich aber leicht in den Alltag integrieren lassen. In meiner Praxis behandle ich die Balance der Doshas, stärke Agni, dein Verdauungsfeuer, und helfe dir, Ama loszuwerden. Genau diese Strategie hat schon Tausenden Heuschnupfen-Patienten geholfen, im Frühling und Sommer das Leben wieder im Freien geniessen zu können.

Wie du den lästigen Heuschnupfen mit Ayurveda behandeln kannst

Wie so oft, beginnt eine ayurvedische Behandlung mit einer Ernährungsumstellung. Diese ist ganz individuell und ich erarbeite mit dir zusammen einen Ernährungsplan. Du wirst sehen, dass bereits kleine Änderungen eine grosse Wirkung haben werden. Das wird dich motivieren, den ayurvedischen Weg weiter zu gehen.

Morgendliche Soforthilfe – 10 Minuten, die sich lohnen

Es gibt eine Menge ayurvedischer Tipps, die du jetzt sofort umsetzen kannst. Nehme dir morgens ein wenig mehr Zeit, es wird sich lohnen!

  • Zungenreinigung – gleich nach dem Zähneputzen entfernst du mit dem Zungenschaber den Belag auf der Zunge, der sich über Nacht gebildet hat. Die Zunge ist ein wichtiger Helfer beim Entgiften des Körpers. Deshalb solltest du diesen Belag nicht wieder in den Körper zurückschlucken, sondern mit dem Zungenreiniger abschaben und wegspülen.
  • Gandusha – nach der Zungenreinigung wird die Mundhöhle mit einem speziellen Gandusha-Öl gereinigt. Die genaue Anleitung, wie du es machst, findest du hier.
  • Nasenspülung – mit einem ayurvedischen Nasenkännchen, dem Neti, löst du sanft Sekret, Staub und Pollen von den Nasenschleimhäuten. Die Schleimhäute werden befeuchtet, was zu ihrer Gesundung beiträgt.

Was sonst noch hilft

  • Nasenöl – das ayurvedische Nasenöl MP 16 hat sich schon tausendfach bewährt, wenn die Nase trocken und gereizt ist. Zwei bis drei Tropfen täglich helfen dir, dass die Nasenschleimhaut sich beruhigen kann.
  • Ghee – sind die Augen trocken und jucken, dann hilft dir bestimmt Ghee! Abends, wenn du schon im Bett liegst, tupfst du eine winzige Menge Ghee in jedes Auge.
  • Rosenwasser – wenn sich bei dir zum Kapha-Ungleichgewicht noch ein Pitta-Ungleichgewicht eingestellt hat, dann kühlt Rosenwasser die geröteten Augen. Träufle Rosenwasser auf ein Tuch und lege dieses auf die Augen.
  • In meinem Ayurveda-Shop findest du alle ayurvedischen Mittel, die bei Heuschnupfen helfen. Kaufe ein kleines Heuschnupfenpaket und spare 10 %, oder kaufe ein grosses Heuschnupfenpaket und spare 15 %.

Meine Ernährungstipps für die Heuschnupfenzeit

In der ayurvedischen Lehre geht man davon aus, dass du mit einer Ernährungsumstellung schon viel verändern kannst, manchmal sogar eine Krankheit vollständig auflösen kannst. Was du jetzt, ohne dass ich dich persönlich beraten konnte, empfehlen kann:

  • Trinke nichts Kaltes. Auch Zimmertemperatur gilt schon als kalt, bevorzuge Tee.
  • Esse nichts Kaltes und keine Rohkost. Salate und Rohkost sind schwer verdaulich und schwächen dein Verdauungsfeuer.
  • Vermeide Milchprodukte, lasse sie möglichst ganz weg. Ausnahme: Ghee, das kannst du gerne verwenden.
  • Verzichte auf Speiseeis, denn Kaltes löscht Agni, dein Verdauungsfeuer.
  • Esse täglich drei warme Mahlzeiten, aber nur so viel, dass du gerade so eben satt bist.

In einer Beratung bei mir in der Praxis kann ich dann ganz individuell auf deinen speziellen Fall und deine Dosha-Konstitution eingehen. Dann kann ich dir ganz konkrete Ernährungsempfehlungen für dich geben.